Die optimale Erstausstattung für Katzen

Die optimale Erstausstattung für Katzen

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Es ist so weit, eine Katze zieht ein. Was du benötigst um ihr ein tolles Zuhause zu bieten, habe ich hier für dich zusammen gefasst. Eine gute Erstausstattung gibt dir die Möglichkeit, dich in den ersten Wochen ganz auf deinen neuen Mitbewohner konzentrieren zu können.

1. Kratzmöglichkeiten

Wenn deine Katze sich bei dir wohlfühlen soll, brauchst du Kratzmöglichkeiten. Das muss nicht unbedingt ein großer Kratzbaum sein. Inzwischen sind Kratzpappen und Kratzbretter sehr verbreitet.

Katzen nutzen Kratzmöglichkeiten in erster Linie zum Schärfen der Krallen. Außerdem werden so wertvolle Duftmarken innerhalb der Wohnung gesetzt, die der Katze helfen sich zu Hause zu fühlen.

Strategisch sollten Kratzmöglichkeiten an wichtigen Orten der Wohnung vorhanden sein. Oft gehört vor allem die Balkon- und Haustür dazu. Orte an denen der Geruch deutlich anders ist, als im Rest der Wohnung eignen sich besonders um sie mit Kratzpappen oder -matten zu dekorieren. Deine Katze hat einen großen Drang ihren eigenen Geruch an diesen Stellen zu hinterlassen, also gib ihr die Möglichkeit mit einer passenden Kratzmöglichkeit.

2. Rückzugsorte

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Katze in einer Höhle

Sowohl im Mehrkatzen- als auch im Einzelkatzenhaushalt sind Rückzugsorte für deine Katze das A & O wenn es darum geht, dass es deinem Tiger gut geht. Nicht immer möchte sie von dir begrabbelt werden oder (noch schlimmer) von Gästen :D. Deine Katze muss immer Orte haben an denen sie ihre Ruhe hat.

Bewährt hat es sich in jedem Zimmer genauso viele Rückzugsorte wie Katzen zu haben. Sicherlich hast du schon gemerkt, dass es Plätze gibt, die eindeutig nur eine Katze nutzt und andere Plätze, bei denen sich deine Miezen streiten, wer dort liegen darf.

Diese Rückzugsorte sollten auch so weit oben sein, wie es möglich ist. Katzen schauen gern von oben auf den Trubel herab, daher bieten sich stille Plätze auf Schränken, Regalen oder Kratzbäumen an!

 

3. Katzentoilette

Katzentoiletten kommen in allen Farben und Formen. Im Allgemeinen unterscheidet man Toiletten mit und ohne Hauben, wobei die haubenlosen bevorzugt werden sollten, da Katzen in Freiheit auch unter freiem Himmel ihr Geschäft verrichten. Eine Flucht muss schnell möglich sein und die gesamte Umgebung sollte beobachtet werden können.

In der Wohnung sollten immer so viele Katzentoiletten vorhanden sein, wie es Katzen gibt. Und dann noch eine extra. Das bedeutet, dass es auch in einem Haushalt mit nur 1 Katze 2 Toiletten geben sollte.

Die meisten Katzen ziehen es vor auf saubere Toiletten zu gehen und 1 Toilette allein reicht da nicht aus, wenn sie nur 1 x am Tag sauber gemacht wird.

Eine kleine Gummimatte vor der Toilette kann den Strandeffekt in der Wohnung vermindern!

 

4. Futternäpfe & Unterlage

9 Dinge, die in keinem Katzenhaushalt fehlen dürfen
Futternapf

Als Anfangsausstattung sollten 3 Futternäpfe für deine Katze ausreichen. Ein Napf wird mit Wasser gefüllt und steht in dem Raum, in dem sich deine Katze meistens aufhält. Die anderen zwei Näpfe kannst du mit Futter füllen und an einem Futterplatz aufstellen.

Da Katzen Wasser- und Futteraufnahme gern voneinander trennen, sollten die Näpfe auch getrennt stehen. Eine Alternative ist ein Trinkbrunnen im anderen Zimmer um der Katze eine andere Trinkmöglichkeit zu bieten.

Da meine Katzen oft ihr Futter aus dem Napf nehmen und direkt davor fressen, habe ich noch eine kleines Platzdeckchen an der Futterstelle liegen. So muss man die Fliesen nicht ganz so oft putzen!

 

5. Trinkbrunnen

Der Alltag einer Wohnungskatze ist verdammt langweilig. Sobald du aus dem Haus gehst ist sie auf sich gestellt und verschläft quasi den ganzen Tag. Gut haben es die Katzen in Wohnungen mit Aquarien oder mit direktem Ausblick auf einen Baum.

Trinkbrunnen bieten da eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit. Durch die ständige Bewegung des Wassers wird der Spieltrieb deiner Katze angeregt und zeitgleich auch die Wasseraufnahme gesteigert. Schnell reingedatscht ins fließende Wasser ist das Fell nass und muss sofort wieder trocken geputzt werden.

Da Katzen im Allgemeinen zu wenig trinken ist ein Zimmerbrunnen eine wunderbare Alternative um ihnen etwas Bewegung und Beschäftigung zu bieten, während man selbst nicht zu Hause ist.

 

6. Transportbox

Die Transportbox ist gefürchtet und keine Katze mag sie gern. Sobald sie in Sichtweite steht wird Reißaus genommen, denn der Gang zum Tierarzt droht. Transportboxen gehören jedoch in jeden Katzenhaushalt und müssen mit Bedacht ausgewählt werden.

Boxen die nur einen Eingang haben sind vom Tierarzt nicht sehr gern gesehen. Dazu gehören die typischen Weidekörbe. Wenn die Katze nicht freiwillig aussteigt, muss man meist direkt und ungeschützt in die Höhle des Löwen greifen um sie heraus zu nehmen.

Körbe, bei denen man die Katze von oben greifen kann sind besser geeignet und inzwischen auch verbreiteter. Sie lassen sich sehr gut sauber machen und sind sogar etwas platzsparender als ihre Kollegen aus Weide.

 

7. Netz/Schutzgitter

Katzenhaltung in der Wohnung ist immer ein Kompromiss zwischen Mensch und Tier. Kein Tier würde diese Haltungsform wählen. Da Katzen sich aber gut anpassen und Menschen nicht auf sie verzichten wollen, hat sich diese Form gerade in der Großstadt durchgesetzt.

Um deiner Katze trotzdem ein gewisses Maß an Freiheit zu ermöglichen, musst du Balkon und Fenster katzensicher verbarrikadieren.

Die Sicherung des Balkons erfolgt mit einem einfachen Netz, welches vor die Öffnung gespannt wird.

Bei den Fenstern muss ein Netz vor dem gesamten Fensterbereich und zeitgleich auch ein Kippfensterschutz angebracht werden.

Dieser Punkt ist mir sehr wichtig, denn was glaubst du wie viele Katzenbesitzer mir versichert haben, dass ihre Katzen noch nie vom Balkon gesprungen sind oder durchs angekippte Fenster fliehen wollten? Irgendwann passiert es doch und meistens bezahlt es deine geliebte Katze mit dem Leben!

Ich weiß, dass das lästig ist, aber denk daran, dass du deiner Katze damit etwas Freiheit zurückgeben kannst. Sie gibt dir schließlich auch unglaublich viel Liebe und Zuneigung!

 

8. Bürste

Nur eine Katze, die sich wohl fühlt hat gepflegtes Fell. Rund 3.5 h am Tag ist eine Katze damit beschäftigt ihr Fell in Ordnung zu halten. Während das Putzen das Fell von Fremdstoffen befreit, sorgt die dauerhafte Massage mit der rauen Katzenzunge für eine verstärkte Durchblutung der Haut.

Hast du mehrere Katzen, konntest du sicher schon beobachten, dass deine Katzen sich gegenseitig putzen. Dadurch werden Pheromone (Geruchsstoffe) von einer zur anderen Katze übertragen. Dies stärkt das Rudelgefühl unter den Tieren, da alle Tiere gleich riechen.

Gegenseitiges Putzen hat auch eine große Bedeutung für das Sozialverhalten deiner Katze. Im besten Falle würdest du einfach mitmachen und deiner Katze so einen großen Dienst erweisen, aber da wir als geplagte Katzenhalter ja sowieso schon überall Katzenhaare haben, wird das meist dankend abgelehnt.

Mit einer Bürste kannst du aber auch an dem wichtigen kätzischen Verhalten teilhaben und deiner Katze etwas Pflege zukommen lassen.

Hast du das Gefühl, dass deine Katze das Bürsten nicht mag, probiere noch ein paar andere aus. Es gibt ein großes Angebot und manche Katzen bevorzugen Metallborsten, während andere lieber feine Plasteborsten mögen.

Ich habe mit der Kong Zoom Groom super Erfahrungen gemacht.

 

9. Malzpaste/Katzengras

Na schon mal morgens direkt in einen frisch ausgebrochenen Haarballen getreten?

Mhh so fängt der Tag doch gut an!

Um das zu vermeiden gebe ich meinen Katzen regelmäßig Malzpaste. Malzpaste beinhaltet viel Fett. Dadurch werden die abgeleckten Haare gebunden und mit dem Futter durch den Darm transportiert.

Malzpaste schmeckt den Katzen und vermindert ausgebrochene Haarballen: Ein Plus für beide Seiten.

Tipp von Dr. Schnurr: Tabletten werden versteckt in Malzpaste sehr gern genommen!Click To Tweet

 

Die Alternative zur Malzpaste ist das Katzengras. Durch die Aufnahme des Grases wird der natürliche Brechreiz bei Katzen ausgelöst. Dadurch werden die aufgenommenen Haare ausgebrochen. Das funktioniert innerhalb weniger Minuten und ist somit sehr gut planbar. Ein deutliches Plus, da man die Haarballen dann direkt wegputzen kann.

Gerade Wohnungskatzen nutzen Katzengras auch zur Beschäftigung. Bei meinen dreien ist es immer ein echtes Highlight und wird dann sofort von allen Seiten bearbeitet.

 

Zusatz: 10. Futter/Aufbewahrung

Als inzwischen langjährige Crazy Cat Lady habe ich die Erfahrung gemacht, dass man nie genug Futter zu Hause haben kann. Noch wichtiger als Futter ist allerdings die Art der Aufbewahrung. Während Dosenfutter sich als recht einbruchssicher herausstellte, ist Trockenfutter im Nu auch von der dusseligsten Katze aus der Tüte gepfötelt und verspeist. Eine katzensichere Aufbewahrung ist daher sehr wichtig.

Empfehlen kann ich einen mit Klickverschluss sicher verschließbare Werkzeugkiste, die in einem abschließbaren Schrank steht, von dem der Schlüssel nicht steckt! (Und ja, das ist Ironie…aber es funktioniert).

Welche Dinge gehören deiner Meinung nach in einen Katzenhaushalt?

Hinterlass mir doch einfach ein Kommentar.

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Verfolgen Dr. Schnurr:

Tierärztin

Katzenverliebte Tierärztin, die sich die Wohnung mit 3 Katzen und 3 Chinchillas teilt.

Eine Antwort

  1. Jenny
    | Antworten

    Ein Katzenkumpel sollte an erster Stelle stehen 😉 Kein Mensch kann einen Artgenossen ersetzen.

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