Feline Infektiöse Peritonitis – Coronaviren FIP

Feline Infektiöse Peritonitis – Coronaviren FIP

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Niemand möchte dass das Schreckenswort FIP fällt, wenn es um die eigene Katze geht. Die tödlich verlaufende Erkrankung versetzt die Welt der Katzenhalter in Schrecken…Damit du weist was die Diagnose für dich und deine Katze bedeutet, habe ich hier einige Infos für dich zusammengetragen.

Inhaltsverzeichnis

Ursache
Epidemiologie
Pathogenese
Symptomatik
Diagnose
Immunität
Therapie
Prognose
Prävention und zoonotische Aspekte

Ursache

FIP – die feline infektiöse Peritonitis ist eine Virusinfektion und wird durch das Feline-infektiöse-Peritonitis Virus (FIPV) ausgelöst. Dieses ist eine Mutation von dem Felinen enteralen Coronavirus (FeCV).

Eine Infektion mit dem FeCV kann zu milden gastrointestinalen Symptomen führen, während die Mutation und Entwicklung zum FIPV zur tödlichen Erkrankung, der FIP, führt.

Eine Mutation kann vor allem dann erfolgen, wenn sich Viren sehr schnell vermehren und das genetische Material oft kopiert werden muss. Dabei können leicht Fehler passieren. Fehler auf einem bestimmten Gen, verwandeln das recht harmlose FeCV in das tödliche FIPV.

Epidemiologie

Das FeCV ist unter europäischen Hauskatzen weit verbreitet. 90% der gesamten Katzenpopulation sind infiziert. Das bedeutet, dass 9 von 10 Katzen Kontakt mit dem Virus hatten und es auch ausscheiden können.

Vor allem in Gruppenhaltung kommt es zu einer schnellen Übertragung von Katze zu Katze, da die Hauptansteckungsquelle die Katzentoilette ist. Der Erreger wird nämlich hauptsächlich über den Kot ausgeschieden. Manchmal kommt es auch zur Übertragung des Virus mittels Speichel. Tiere, die sich gegenseitig putzen oder die selben Näpfe benutzen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit am FeCV zu erkranken.

Freigänger sind seltener infiziert, da sie keine feste Katzentoilette haben und diese auch nicht mit anderen Tieren teilen.

Von allen mit dem FeCV infizierten Katzen entwickeln 12 % die tödliche infektiöse Peritonitis

Eine Übertragung der Coronaviren über den Mutterkuchen, noch während der Trächtigkeit des Muttertieres ist sehr unwahrscheinlich. Kätzchen infizieren sich meist im Alter von 5-6 Wochen. Die Antikörper, welche sie über die Muttermilch erhalten haben reichen nun nicht mehr aus um vor einer Infektion zu schützen.

Infizierte Katzen beginnen den Erreger 1 Woche nach der eigentlichen Infektion mit ihrem Kot auszuscheiden. Das kann lebenslang der Fall sein. Andere Tiere scheiden den Erreger immer in Schüben aus oder nur kurzzeitig.

Das Virus ist in trockener Umgebung 7 Wochen überlebensfähig, kann aber durch gängige Desinfektionsmittel abgetötet werden.

Risikofaktoren

Als Risikofaktoren für die Entwicklung des FeCV zum FIPV haben sich folgende Faktoren herausgestellt:

Gruppenhaltung

geteilte Toiletten

Tiere, die jünger sind als 1 Jahr

bestimmte Katzenrassen: Bengalen

Stress: Operationen, Aufenthalt in Katzenpensionen, Umzug, neue Personen oder Tiere im Haushalt

FeLV Infektion

 

Pathogenese

Eine tödliche FIP entsteht wenn die Coronaviren die Möglichkeit erhalten Monozyten (Abwehrzellen des Blutes) zu infizieren. Mit dem Blut werden sie dann im gesamten Körper verteilt. Gleichzeitig sind sie innerhalb der Zellen vor dem Immunsystems des Tieres geschützt, da dies nicht erkennen kann ob bestimmte Monozyten das Virus tragen oder nicht.

Die Fähigkeit Monozyten zu infizieren und dem immunsystem so zu entgehen, erhält das FIPV wahrscheinlich durch die Mutation aus dem FeCV.

Überall wo befallene Monozyten absterben wird der Virus in den Körper abgegeben und kann dort 2 verschiedene Formen der Erkrankung auslösen:

  • Feuchte Form: Entzündung der Gefäße und serösen Häute (Herzbeutel, Brustfell, Bauchfell)
  • Trockene Form: Entzündung in den Organen

Beide Formen können nebeneinander auftreten oder auch ineinander übergeben.

Die genaue Pathogenese ist noch nicht bekannt, bisher weiß man aber, dass Tiere die mit einer starken Antikörperbildung reagieren eher an einer FIP erkranken, als Tiere bei denen das zelluläre Immunystem gut wirkt. Das zelluläre Immunsystem besteht zum Beispiel als Makrophagen und zytotoxischen T-Zellen, welche mögliche Erreger erkennen und direkt vor Ort abbauen.

 

Symptomatik

Die Symptome bei einer FIP sind stark variabel und hängen vom betroffenen Organsystem ab.

Bei Tieren mit der feuchten Form ist der Verlauf akut und es kommt zu einer sehr schnellen Verschlechterung des Zustands der Katze. Erkranken Tiere an der trockenen Form ist der Verlauf deutlich langsamer, wobei sich gute mit schlechten Phasen abwechseln.

Man unterscheidet unspezifische Symptome, welche auftreten, aber nicht direkt auf eine FIP hindeuten und spezifische Symptome, die recht typisch für eine FIP sind.

Unspezifisch

  • Fieber
  • Anorexie (verweigerte Futteraufnahme)
  • Gewichtsverlust
  • gestörtes Allgemeinbefinden
  • blasse Schleimhäute
  • gestörte Atmung
  • gedämpfe Herz- und Lungengeräusche
  • unregelmäßig gefomte oder vergrößerte Nieren und Milz
  • Ikterus (Gelbfärbung der Haut)

Spezifisch

  • feucht: Flüssigkeitserguss in einer der Körperhöhlen
  • trocken: Ausfallerscheinungen des zentralnervösen Systems und Entzündungserscheinungen in den Augen (veränderte Farbe der Iris, veränderte Pupillenweite, Eintrübungen)

Weitere häufige Symptome sind

  • Ausfallerscheinungen des zentralnervösen Systems: Anfälle, Ataxie, Nystagmus, Ausfall der Funktion der Kopfnerven
  • Haut: kleine Läsionen auf Grund der Gefäßentzündung in der Haut, allgemein rissige Haut

 

Diagnose

Aufgrund der Vielseitigkeit der Erkrankung ist eine FIP recht schwer zu diagnostizieren. Der Gesundheitszustand der Tiere lässt es meist nicht zu Biopsien zu entnehmen, daher erfolgt eine endgültige Diagnose oft erst bei der Sektion, wenn diese vom Besitzer gewünscht ist.

Ist ein Erguss vorhanden sollte dieser untersucht werden. Er kann leicht entnommen werden und liefert eine hohe Aussagekraft.

Erguss

Ist ein typischer Erguss vorhanden, liegt die Wahrscheinlichkeit bei gut 50%, dass die Katze an einer FIP erkrankt ist.

Typischerweise ist der Erguss strohgelb und von klebriger Konsistenz.

Im Erguss selbst ist eine sehr hohe Proteinkonzentration (>35g/l) und sehr wenig Zellen (<5000Zellen/ml) nachweisbar.

Mittels des Albumin/Globulin Verhältnis kann die möglichen Diagnosen weiter eingrenzen. Liegt er  unter 0,4 besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es FIP ist, ist er größer als 0,8 ist die Ursache des Ergusses eher in einer anderen Erkrankung zu suchen, wie zum Beispiel entzündliche Lebererkrankungen, Lymphom, Herzversagen, Bauch- und Brustfellentzündung anderer Ursache.

Der Rivalta Test ist in der Praxis leicht und schnell durchführbar und hat eine hohe prognostische Aussagekraft. Mit ihm kann zwischen verschiedenen Arten von Ergüssen unterschieden werden. Hohe Konzentrationen von Protein, Fibrinogen und Entzündungsmediatoren (wie bei FIP) führen zu positiven Reaktionen.

Bei dem Test wird ein Tropfen des Ergusses in ein Gemisch aus destilliertem Wasser und Essigsäure gegeben. Löst sich der Tropfen auf und die Lösung bleibt klar, ist der Test negativ. Behält der Tropfen seine Form, schwebt oben und langsam nach unten ist der Test positiv.

Durchführung: 10ml Röhrchen mit destilliertem Wasser (7-ml füllen) 1 Tropfen Essigsäure (98% dazu)–>mischen, dann einen Tropfen des Ergusses hineingeben

Aussagekraft des Rivaltatests:

Positives Ergebnis: Mit einer 86% Wahrscheinlichtkeit besteht eine  FIP

Negatives Ergebnis: Mit einer  96% Wahrscheinlichkeit ist die Katze nicht an FIP erkrankt.

Hämatologie – Untersuchung des Blutes

Die Ergebnisse der Blutuntersuchung deuten meist auf eine generalisierte entzündliche Erkrankung hin und sind daher eher unspezifisch.

Eine Veränderung der weißen Blutkörperchen (Leukozytose: erhöht, Leukopenie: erniedrigt) in Kombination mit einer Lymphopenie (zu wenig Lymphozyten) sollten den Verdacht aber immer in Richtung FIP lenken.

Oft tritt auch eine Neutrophilie (zu viele neutrophile Blutkörperchen) und eine nicht regenerativen Anämie (Blutarmut) auf.

Es sind zu viele Immunglobline (Hyperglobulinämie) vorhanden und eine polyklonale Gammopathie (zu viele Antikörper) liegt vor.

Auch hier kann das Albumin-Globulin Verhältnis untersucht werden. Ist es über 0,8 ist eine FIP unwahrscheinlich.

Eine Beteiligung der Leber ist oft durch erhöhte Leberwerte erkennbar. Dies beeinflusst auch das Albumin-Globulin Verhältnis. Liegt es über 0,8 ist eine FIP unwahrscheinlich. Auch der Kreatinin und Harnstoffwert können erhöht sein, wenn die Nieren betroffen sind.

Liquorpunktion

Bei Symptomen, die auf eine Erkrankung des Nervensystem hindeuten, ist es sinnvoll Liquor zu untersuchen. Dieser wird mittels Punktion des Spinalkanals gewonnen.

Mögliche Hinweise auf FIP sind folgende:

  • erhöhte Proteinkonzentration: 50-350mg/dl (normal <25)
  • Pleocytose; 100-10000 cells/ml
  • Neutrophile Leukozyten, Lymphozyten und Makrophagen vorhanden (aber auch bei vielen anderen Erkrankungen vorhanden)

Antikörper

Aktuell existiert kein Antikörpertest gegen das FIP Virus. Allein die Antikörperkonzentration (Titer) gegen das FECV Virus kann ermittelt werden.

Sehr hohe Titer können einen Hinweis auf FIP geben, müssen aber immer im Zusammenhang mit der Symptomatik betrachtet werden.

Symptomfreie Tiere mit einem hohen Titer sind als FIP-gesund zu betrachten. Sie haben nur Antikörper gegen das FECV.

Immunhistologische Färbung des FeCV Antigens in Makrophagen

Die immunhistologische Färbung von Gewebe ist inzwischen der goldene Standard. Nur in FIP Fällen ist ausreichend Antigen des Virus in den Makrophagen vorhanden. Dies kann man bildlich mittels der Färbung darstellen. Fällt der Test positiv aus, gilt der Nachweis als beweisend für eine FIP, da die Erreger sonst nicht in den Makrophagen wären. Ist der Test negativ  ist es zu 57% keine FIP. Dies ist erklärbar mit der Probenmenge: Sind zu wenig Makrophagen enthalten kann es sein dass man keine infizierten Zellen nachweisen kann, obwohl sie im Tier vorhanden sind.

PCR

Mit der PCR, einem Verfahren zur Vervielfältigung und dem Nachweis von bestimmten genetischen Material, kann man die genetische Struktur des Virus im Erguss nachweisen. Gelingt dies ist eine FIP praktisch erwiesen.

Verdachtsdiagnose FIP

Insgesamt müssen am Ende die Symptome im Zusammenhang mit der Vorgeschichte des Tieres und den labordiagnostischen Befunden interpretiert werden.

Immunität

Eine Immunität gegen das FIP Virus kann man derzeit nicht belegen, da der Nachweis von Antikörpern im Blut wieder nur auf einen bisherigen Kontakt mit Coronaviren hindeutet. Diese Antikörper schützen nicht gegen eine FIP Erkrankung und haben keinerlei Aussagekraft darüber, ob die Katze jemals an FIP erkrankt.

Manchmal sind Katzen mit einer FIP sogar negativ und keinerlei Antikörper können nachgewiesen werden. Dies kann einem extrem schnellen Verlauf der Erkrankung liegen. So bleibt keine Zeit Antikörper zu bilden. Eine zweite Erklärung ist, dass die Antikörper im Endstadium der Erkrankung an das eigentliche Virus binden und so nicht mehr nachgewiesen werden können. Man spricht dann von einem Immunkomplex.

Gegen das Coronavirus schützende maternale Antikörper nehmen am dem Alter von 4-6 Wochen ab, so dass sich die meisten Kitten nach diesem Zeitraum infizieren.

Therapie

Da FIP vor dem Tod des Tieres schwierig zu diagnostizieren ist und meist nur eine Verdachtsdiagnose bleibt, gibt es kaum Behandlungsprotokokolle.

Ein kleiner Prozentsatz der Katzen zeigt eine spontane Rückbildung der Krankheitssymptome. Dies kann darauf hindeuten, dass eine bestimmte Therapie erfolgreich war. Darauf gibt es bisher aber leider keinen Hinweis. Eventuell war aber auch die Verdachtsdiagnose falsch und es hat sich von Anfang an nicht um eine FIP gehandelt.

Die symptomatische Therapie beschränkt sich auf den Ausgleich des Elektrolythaushalt, der Therapie der Flüssigkeitsverschiebungen, der Modulierung des Immunsystems und einer Schmerzmedikation.

Niedrig dosiertes Prednisolon (1-2mg/kg po alle 24h) kann klinische Symptome der trockenen FIP mildern. Allerdings ist der Einsatz von immunsuppressiven Medikamenten umstritten, da die Tiere im Falle einer fortgeschrittenen Erkrankung sowieso schon eine reduzierte Immunantwort zeigen.

Behandlungsversuche mittels Ribavirin, humanem Interferon Alpha, dem fibroplastischen Interferon Alpha, Adenin, Arabinosid und Amphotericin B versucht wurden versucht. Bisher gibt es aber kein erfolgsversprechendes Behandlungsprotokoll.

Unterstützende Therapien mit anabolen Steroiden (Stanozolol 1mg/kg po alle 12h), Acetylsalicylsäure 10 mg /kg po alle 48-72h und Ascorbinsäure 125mg po alle 12h können unternommen werden.

Prognose

Die meisten Katzen mit klinischen Symptomen einer FIP sterben oder werden innerhalb von Tagen bis Monaten nach der Diagnose euthanasiert. Tritt keine Verbesserung der Symptomatik innerhalb von 3 Tagen nach Behandlungsbeginn ein, sollte man aus Tierschutzgründen über eine Euthanasie nachdenken.

Hohe Ergussmengen, ein hoher Bilirubinwert und niedrige Lymphozyten sind prognostisch als eher schlecht einzustufen.

Katzen mit der feuchten Form sterben am schnellsten, wohingegen Katzen mit der trockenen Form unterschiedlich lange Überlebenschancen haben.

Katzen mit der okulären (Augen betroffen) Form sprechen auf eine antiinflammatorische Therapie oder Entfernen des Auges an und haben eine bessere Prognose als Tiere mit einer systemischen Erkrankung.

 

Prävention und zoonotische Aspekte

Erkrankt ein Tier in einem Bestand macht es keinen Sinn dieses zu isolieren, da die anderen Tiere mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso schon FCEV positiv sind.

Die beste Prävention vor Infektion mit dem Coronavirus ist die Vermeidung der eigentlichen Exposition. In einem Einzelkatzenhaushalt mit einem tödlichen FIP Fall sollte man 2 Monate warten bis ein neues Tier einzieht damit das in der Wohnung vorkommende FeCV abstirbt. Es ist mittels gängiger Desinfektionsmittel leicht abzutöten.

Nach einem FIP Fall in einem Mehrkatzenhaushalt sollte sich darüber im Klaren sein, dass die übrig bleibenden Katzen wahrscheinlich FeCV tragen und an neue Tiere weitergeben werden.

Über eine mögliche Übertragung von FIP auf den Menschen ist bisher nichts bekannt.

Zuchten

Ist eine Zucht Coronapositiv sollten starke Virusausscheider mittels PCR identifiziert werden. Da das Ausscheiden des Virus auch vorrübergehend pausieren kann, muss man die Tiere mehrmals testen. In dieser Zeit sollten sie im Zweifelsfall von Jungtieren ferngehalten werden. Viele Züchter wissen meist nicht dass in ihrem Bestand FeCV vorhanden ist, weil die Tiere typischerweise erst nach dem Auszug erkranken.

Katzen in FeCV positiven Zuchten sollten bis zur Abgabe nur mit der Katzenmutter und den Wurfgeschwistern Konatkt haben. Sind sie im Alter von 14-16 Wochen noch seronegativ kann man davon ausgehen, dass sie sich nicht infiziert haben.

Tierheime und Rettungsstationen

FIP entsteht meist in Bereichen wo Katzen in Gruppen gehalten werden und der Infektionsdruck für FeCV entsprechend hoch ist.

Die Hauptansteckungsquelle ist das Katzenklo, daher ist FIP auch selten ein Problem bei Freigängern.

Für Tierheime gilt: Es ist eine strikte Hygiene einzuhalten. Wenn möglich sollten unter 3 Tiere in einem Raum gehalten und genügend saubere Katzenklos vorhanden sein.

 

Impfung

Aktuell existiert eine Impfung gegen FIP: Sie wird intranasal verabreicht und enthält den mutierten Virusstamm. Dieser löst eine lokale Immunantwort, aber nur geringere systemische Reaktion aus. Da die Tiere sich hauptsächlich über den Nasen/Rachenraum anstecken soll so eine lokale Immunität an der Eintrittsstelle des Erregers aufgebaut werden.

Bei seropositiven Katzen wirkt die Impfung nicht, ebenso ist fraglich ob sie gegen alle Stämme und Mutationen wirkt, die aus dem FeCV entstehen können. Bisherige Tests konnten keinen signifikanten Unterschied zwischen geimpften und nicht geimpften Tieren erkennen. In beiden Testgruppen erkrankten fast gleich viel Katzen an FIP. Daher ist die Impfung grundsätzlich nicht empfehlenswert.

Als einzige Indikation ist die Impfung von seronegativen Katzen anzusehen, aber nur wenn sie einem hohen Risiko ausgesetzt sind mit Coronaviren in Kontakt zu kommen.

Die eigentliche Impfung wird in 2 Dosen im Abstand von 3 Wochen verabreicht. Die Katze muss mindestens 16 Wochen alt sein. Es wird empfohlen die Impfung jährlich zu wiederholen. Leider fehlen passende Studien zur Dauer des Impfschutzes. Man geht aber eher davon aus, dass er nur kurzfristig vorhanden sind.

Quellen

Richard W. Nelson, C. Guillermo Couto: Innere Medizin der Kleintiere

Katharina Hazuchova,Susanne Held, Reto Neiger: Usefulness of acute phase proteins in differentiating between feline infectious peritonitis and other diseases in cats with body cavity effusions.

Yunjeong Kim, Hongwei Liu, Anushka C. Galasiti Kankanamalage, Sahani Weerasekara, Duy H. Hua, William C. Groutas, Kyeong-Ok Chang, Niels C. Pedersen: Reversal of the progression of fatal coronavirus infection in cats by a broad-spectrum coronavirus protease inhibitor

Diane Addie, Sándor Belák. Corine Boucraut-Baralon, Herman Egberink, Tadeusz Frymus, Tim Gruffydd-Jones, Katrin Hartmann, Margaret J. Hosie, Albert Lloret, Hans Lutz, Fulvio Marsilio, Maria Grazia Pennisi, Alan D. Radford, Etienne Thiry, Uwe Truyen, Marian C. Horzinek: Feline infectious peritonitis. ABCD guidelines on prevention and management

Niels C. Pedersen: A review of feline infectious peritonitis virus infection: 1963–2008

Niels C. Pedersen: An update on feline infectious peritonitis: Diagnostics and therapeutics

Verfolgen Dr. Schnurr:

Tierärztin

Katzenverliebte Tierärztin, die sich die Wohnung mit 3 Katzen und 3 Chinchillas teilt.

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